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Ökumenische Selbstverpflichtung

Europäische „Charta Oecumenica“ soll nunmehr auch in Papenburg unterzeichnet werden

Ökumenischer Festgottesdienst am Pfingstmontag, 1.6.09, 18.00 Uhr, Nikolaikirche

Eine Selbstverpflichtung, das ökumenische Miteinander mit Leben zu füllen, haben die Kirchen Europas im Jahr 2001 unterzeichnet, die „Charta Oecumenica“. Das Ziel dieser gemeinsamen Erklärung kann jedoch nur an der Basis, zwischen den jeweiligen Ortsgemeinde erreicht werden.

Darum ist diese „gemeinsame Verpflichtung zum Dialog und zur Zusammenarbeit“ inzwischen während des ökumenischen Kirchentages in Berlin für Deutschland und auf niedersächsischer Ebene im Mai 2007 unterzeichnet worden. Kirchenkreise, Dekanate und Gemeinden auf örtlicher Ebene sind dem bereits gefolgt.

 

In einem feierlichen ökumenischen Gottesdienst in Hannovers Marktkirche unterzeichneten im Mai 2007 Vertreter der Kirchenleitungen von 23 christlichen Kirchen, die in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen im Lande Niedersachsen (ACKN) zusammengeschlossen sind, die Charta Oecumenica. Beim Einzug in die Marktkirche wurden die auf Banner gedruckten zwölf Leitlinien der Charta Oecumenica getragen.    Foto: Jens Schulze

Auch die Gemeinden, die in Papenburg im Ökumenischen Arbeitskreis zusammenarbeiten, wollen mit ihrer Unterschrift unter das Dokument noch einmal festschreiben, was in vielen Punkten vor Ort bereits mit Leben gefüllt ist. Am Pfingstmontag wird in einem festlichen ökumenischen Gottesdienst in der Nikolaikirche um 18.00 Uhr die „Charta Oecumenica“ von Vertretern der katholischen und evangelischen Gemeinden unterzeichnet werden.

Die Charta ist getragen vom „gemeinsamen Hören auf Gottes Wort“. Die verschiedenen Kirchen sehen sich „herausgefordert zum Bekenntnis unseres gemeinsamen Glaubens“ sowie zum „gemeinsamen Handeln gemäß der erkannten Wahrheit“. Sie sehen es als Aufgabe an, im Miteinander „Zeugnis zu geben von der Liebe und Hoffnung für alle Menschen“.

In zwölf Leitlinien werden grundlegende ökumenische Aufgaben beschrieben. Dazu gehören das Verhalten der Kirchen untereinander, gegenüber der Gesellschaft und gegenüber anderen Religionen und Weltanschauungen, inbesondere Judentum und Islam.

Die Charta wird bis zur Unterzeichnung in den Papenburger Gemeinden vorgestellt werden. 

Textauszüge

Wir verpflichten uns,

• ökumenische Offenheit und Zusammenarbeit in der christlichen Erziehung, in der theologischen Aus- und Fortbildung sowie auch in der Forschung zu fördern ...

• die Rechte von Minderheiten zu verteidigen und zu helfen, Missverständnisse und Vorurteile zwischen Mehrheits- und Minderheitskirchen in unseren Ländern abzubauen ...

• füreinander und für die christliche Einheit zu beten; die Gottesdienste und die weiteren Formen des geistlichen Lebens anderer Kirchen kennen und schätzen zu lernen ...

• dem Ziel der eucharistischen Gemeinschaft entgegenzugehen ...

• uns über Inhalte und Ziele unserer sozialen Verantwortung miteinander zu verständigen und die Anliegen und Visionen der Kirchen gegenüber den säkularen europäischen Institutionen möglichst gemeinsam zu vertreten ...

(Quelle: Evangelisch-lutherische Nachrichten für Papenburg "boben + unner", Nr. 38,  K.-U. Nommensen, datumsmäßig von der Red. aktualisiert) 

Die Charta Oecumenica in vollem Umfang hier  

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